Konzeptionelle redaktionelle Illustration mit stilisierten Server-Racks und geometrisch angeordneten Hauptprozessoren auf Leiterplatten in Petrol-, Creme- und Orangetönen.
Neben Grafikbeschleunigern gewinnen herkömmliche Hauptprozessoren in Rechenzentren an Bedeutung, um allgemeine Rechenprozesse und Steuerungsaufgaben von KI-Systemen auszuführen.KI-generierte Darstellung · Turing Complete · Gemini

In 30 Sekunden

  • Anthropic schließt einen Cloud-Infrastrukturvertrag mit Akamai ab, der auf CPU-Kapazitäten statt auf GPUs ausgerichtet ist.
  • Akamai hat bisher nicht offengelegt, für welche konkreten internen Arbeitslasten oder Modellvarianten die Kapazitäten genutzt werden.
  • Die vertragliche Bindung hängt von festgelegten Service- und Bereitstellungskriterien ab und bringt Akamai für 2026 noch keine Umsätze.

Das KI-Entwicklerstudio Anthropic hat eine umfangreiche Vereinbarung über Cloud-Infrastruktur mit dem US-amerikanischen Edge- und Cloud-Anbieter Akamai Technologies getroffen. Die Kooperation markiert eine auffällige Verschiebung im Bereich der KI-Infrastruktur: Statt der branchenüblichen Beschaffung hochspezialisierter Grafikprozessoren (GPUs) konzentriert sich der Vertrag auf den Ausbau und die Nutzung von CPU-basierter Cloud-Infrastruktur.

Fokus auf allgemeine Rechenkapazitäten

CPUs, also universelle Hauptprozessoren, übernehmen in modernen IT-Architekturen Aufgaben abseits des reinen Modelltrainings, darunter etwa allgemeine Rechenprozesse wie das Ausführen von Programmcode oder automatisierte Web-Interaktionen. Für welche exakten internen Workloads oder Modellvarianten Anthropic die gemieteten Serverkapazitäten letztlich verwenden wird, legte Akamai bisher nicht im Detail offen.

Bedingungen und finanzielle Auswirkungen

Die vertragliche Verpflichtung zwischen den beiden Unternehmen ist an strikte Rahmenbedingungen gekoppelt. Wie aus entsprechenden Pflichtmitteilungen hervorgeht, hängt die Gültigkeit der Vereinbarung von der Erfüllung definierter Bereitstellungs- und Service-Verfügbarkeitskriterien (Service Level Agreements, SLAs) durch Akamai ab. Werden diese Standards nicht eingehalten, greifen vertragliche Kündigungsrechte.

Finanziell schlägt sich das Abkommen für den Cloud-Dienstleister erst mittelfristig nieder. Akamai teilte in einer Telefonkonferenz für Investoren mit, dass im laufenden Geschäftsjahr 2026 noch keine Umsätze aus dem Vertrag verbucht werden. Die bisherige Jahresprognose des Unternehmens bleibt dementsprechend unverändert.